03.04.2017

Testen in voller Fahrt unter Wüstenbedingungen

TechnoLabs neue Blowing-Sand-Test-Kammer bietet mehr Platz und zusätzliche Funktionen

Berlin, 03. April 2017. Das Berliner Prüf- und Testlabor TechnoLab GmbH, einer der führenden Dienstleister im Bereich Umweltsimulation und Schadensanalytik, hat seine Testkammer für Blowing-Sand-Tests weiter optimiert. Waren Tests bis zu 90° Celsius möglich, so lassen sich in der vergrößerten Kammer nun auch Fahrsimulationen durchführen. So können Bauteile beispielsweise von Hochgeschwindigkeitszügen, die unter Wüstenbedingungen wie z.B. in der arabischen Wüste eingesetzt werden, nun realitätsnah bei voller Fahrt bis zu 300 km/h unter Sand- und Staubeinwirkung auf Verschleiß und Ausfall getestet werden.

Mit dem Umzug in sein neues Betriebsgebäude in Berlin-Siemensstadt hat der Dienstleister TechnoLab seine Kapazitäten in mehreren Bereichen deutlich erweitert. So kann das Unternehmen nun den sogenannten Blowing-Sand-Test unter verbesserten Bedingungen anbieten. Bei dieser Prüfung wirken verschiedene Sand- und Staubpartikel mit Geschwindigkeiten zwischen 18 und 60 Metern pro Sekunde auf das zu testende Objekt ein. Dies prüft die Beständigkeit der Bauteile oder Systeme als „Altern in Zeitraffer“.

Extrembedingungen für Technik aller Art

Ein deutlich größeres Kammervolumen (bis 25.000 Liter, ehemals bis 15.500) erlaubt es Konstrukteuren, auch größere Endgeräte wie Windkraftrotoren oder Schiffsturbinen zu testen. Die Maße der Kammer liegen nun bei 3000 x 3000 x 2800 mm (B/T/H) und die maximale Bestrahlungsfläche umfasst dank nun 2 Turbinen jeweils 505 x 635 mm (B/H). Außerdem ist der Berliner Dienstleister nun in der Lage, auch fahrbare Prüflinge, beispielsweise Bauteile von Zügen, in Fahrtsimulationen zu testen – und das bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Ihre Leistungsfähigkeit stellte die neue Kammer bereits in einem außergewöhnlichen Einsatz unter Beweis. So wurden Bauteile von Hochgeschwindigkeitszügen, die in der saudischen Wüste verkehren sollen, auf ihre Sand- und Staub-Resistenz hin getestet. Durch die Ergebnisse der Tests konnten die Bauteile konstruktiv so optimiert werden, dass ein Eindringen von Fremdpartikeln in z. B Getrieben auch bei Höchstgeschwindigkeit und Dauerbelastung verhindert wird. Darüber hinaus wurde die Resistenz gegen Abrasion an den außen liegenden Oberflächen entscheidend verbessert.

Mehr Volumen schafft mehr Möglichkeiten – auch für fahrbare Devices

Interessant ist der Test, der eine Kombinationsprüfung verschiedener Normen ermöglicht, darunter beispielsweise die Normen MIL-STD 810-510 Procedure I (für den Testteil „Blowing Dust“) sowie MIL-STD 810-510 Procedure II (für “Blowing Sand”, mit erhöhter Korngröße), was bedeutsam ist für alle Branchen, in denen Endprodukte, mechanische oder elektronische Bauteile einer Partikel-Belastung ausgesetzt sind. Dies gilt im Outdoor-Bereich für Fahrzeuge aller Art, für erneuerbare Energien (Offshore-Windparks, Solarpanels und Solarthermie) sowie für alle absatz- und sicherheitsrelevanten Zertifikationen, etwa für die Luft- und Raumfahrt.
Der Berliner Dienstleister, dessen zweites Standbein die Schadensanalytik ist, berät Interessenten im Vorfeld, welche Methode am ehesten dem realen Geräte-Einsatz entspricht. Getestet wird nach allen gängigen Normen sowie individuell und bedarfsgerecht. Auf der Basis von Eigenentwicklungen lassen sich so Tests durchführen, die genauer als bestehende Normtests jegliche chemisch-biologischen, physikalischen oder sonstigen Einwirkungen auf den Prüfling nachbilden und eine Alterung in Zeitraffer simulieren.

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